Mittwoch, 7. März 2018

Grenzenlosigkeit

Deine Liebe ist in mir.
Sanft und warm dehnt sie sich aus,
ergiesst sich in meinen Herzensraum, 
verbindet sich mit dem, was schon lange auf Befreiung wartet.

Deine Liebe ist in mir.
Hell und klar durchdringt sie meine dunkelsten Stellen, 
berührt meinen innersten Kern, 
trägt fort, was sich schon lange nach Erlösung sehnt.

Deine Liebe ist in mir.
Weit und weich durchströmt sie meine Seele, 
entzündet das heilige Feuer in mir,
erweckt, was schon lange ins Leben will.

Deine Liebe ist in mir.
Lichtvoll und leicht erfüllt sie mein ganzes Sein, 
wird eins mit meiner Essenz.
Gemeinsam werden wir jetzt zu dem, 
was wir schon immer waren: Grenzenlosigkeit.

***
von Claudia Magri
geschrieben und publiziert am 7.3.2018 auf
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Text und Bild dürfen nur vollständig, unverändert und mit Angabe von Quelle / Autorin geteilt oder anderweitig verwendet werden.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Abschied

Ich bin dir treu in alle Ewigkeit. Diesen Schwur haben wir einander vor langer langer Zeit gegeben. Heute werde ich ihn lösen. Er hat seine Aufgabe erfüllt. Er ist uns nicht mehr dienlich.  

Für mich ist der Moment gekommen, all das, was durch die Verbindung mit dir aus dem Dunkel meiner Seele ins Licht gefunden hat, in meinem Leben zur vollen Entfaltung zu bringen.

Du bist mein Sternengefährte. Und wenn wir einander wiederbegegnen, ob in diesem Leben oder in einem anderen, werden wir einander von neuem wiedererkennen und mit Freude ein weiteres Stück unseres Weges gemeinsam gehen. 

Ich danke dir aus tiefstem Herzen für dein Sein. Ich werde dich immer achten und ehren. Genau so wie mich selber. Meine Liebe begleitet dich.

***
von Claudia Magri, 
geschrieben und publiziert am 15.2.2018
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Sonntag, 11. Februar 2018

Sprung in die Freiheit


Da stehst du nun, am Ende eines langen Weges, dein Ziel zum Greifen nah.

Der Weg war beschwerlich. Er führte dich durch ungesicherte Berghänge, in dunkle Wälder, über versengten Boden. Du bist über Geröllhalden geirrt, hast mutig reissende Flüsse durchquert, hast nächtelang auf offenem Feld wach gelegen, darauf bedacht, das Feuer nicht ausgehen zu lassen. Oft wusstest du nicht mehr, wo du bist, ob dein nächster Schritt dich vielleicht in eine falsche Richtung führen würde. Ob das Gelände nicht doch zu gefährlich ist, ob du ausrutschen und dich verletzen würdest. Ob der Weg tatsächlich weiterführt.

Du hast gezweifelt, du hast geweint, du standest bei Sturm ungeschützt im offenen Gelände. Du lerntest, den Wind und die Wolken zu lesen. Du begannst mit dem Rhythmus der Natur zu wandern. Du lerntest, wann es Zeit ist zu rasten und wann es Zeit ist weiterzugehen. Du begannst, Spuren zu lesen, den Flug der Vögel zu verstehen. Zu erkennen, was dir gut tut, und was zu viel ist. Du lerntest geduldig zu sein, im Wissen, dass jeder Tag neue Entdeckungen bereithält. Du lerntest, nur das mit dir zu tragen, was für den nächsten Schritt dienlich ist. Du wurdest immer leichter. Du lerntest, auch die kleinen Zeichen zu erkennen und den Weg zu geniessen. Im festen Vertrauen, dass noch so viel Schönes auf dich wartet.

Der Weg hat dich zu einer Lichtung im Wald geführt. Am Ende der Lichtung öffnet sich der Blick auf eine weite, sonnendurchflutete Landschaft. Dein Herz schlägt schneller. Es ist der Ort, von dem du so lange geträumt hast. Von dem du wusstest, dass es ihn gibt. Der dir so viel Kraft und Antrieb gab, wenn du vom Weg abkamst, wenn du müde und verzweifelt warst. 

Du folgst einem Bach bis zum Ende der Lichtung. Dort wird der Bach zu einem Wasserfall. Das ist dein Weg.

Ergriffen bleibst du einen Moment stehen und blinzelst in die Sonne.

Da stehst du nun, am Ende eines langen Weges, dein Ziel zum Greifen nah. Du erkennst die Flüsse und Hügel aus deinen Träumen wieder. In der Ferne glitzert das Meer.  Dein Herz wird weit und atmet Heimat.

Ganz ruhig watest du in den Bach hinein. Ein einziger Schritt noch. Vollkommene Freiheit. Du schliesst die Augen und springst ins Licht, deiner Heimat entgegen.

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von Claudia Magri,
geschrieben und publiziert am 5.2.2018 auf
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